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Tiername: Max
Rasse/Art: Rauhhaardackel
Geschlecht: Männlich
Kastriert: Keine Angabe
Verstorben: Ja , am 28.02.05
Ich wurde 14 Jahre -2 Monat alt.

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Ich weiß noch zu gut wie meine Etern mit mir, vor gut 14 Jahren, zum Züchter fuhren. Es war Sommer, und meine Mama sollte sich unter 4 süßen Dackelwelpen einen aussuchen. Eines der lieben Hundchen sollte ihr Geburtstagsgeschenk sein. :)
Die Entscheidung welcher es denn nun sein sollte viel uns allerdings sehr schwer bis mein Papa auf einen kleinen verschlafenen Rüden aufmerksam wurde. In den verguckte er sich schließlich hoffnungslos. So war es uns unmöglich ihn von einem anderen Welpen zu überzeugen weswegen wir uns für den knuffigen Charlie entschieden. Als wir ihn dann, einige Wochen später abholten, verabschiedete uns die Züchterin mit den Worten Charlie wäre einer der frechsten dieses Wurfs, er hätte sich bei unserem ersten Besuch nur etwas "verstellt". ;)
Damals ahnte allerdings keiner von Maxes frecher Natur und was sie alles mit sich bringen würde. ^^

Die ersten Monate mit Charlie "von Torstensohn-Kreuz", den wir auf Max umtauften, erwiesen sich allerdings als sehr schwierig. Er knabberte, wie es eben alle Welpen tun alles an, markiete begeistert sein Revier und rebellierte wie es sonst nur Teenager tun. *lach* Wie sich das äußerte? Nunja, er schnappte nach seinem Frauchen (meiner Mama) und knabberte munter mein geliebte Schneewittchenbarbie an. Meine Eltern wussten sich schon fast keinen Rat mehr.




Mein Papa stellte einen beigen Teller mit gebackener Ente in den Ofen, ich wollte mir allerdings etwas aufwärmen, weswegen ich den Teller auf einen beigen Tisch stellte. Soooo und hier an dieser Stelle sollte ich vielleicht erwähnen, dass ich sehr schlecht sehe... verdammte 6 % ... es war mir deswegen auch leider unmöglich auf dem beigen Tisch die Ente zu erkennen .... also vergass ich sie zwischen Aufwärmen und Essen. Max nutzte die Gunst der Stunde und vernichtete das Geflügel und verschwand zum Verdauungschläfchen in seinen "Schlaf- und Schmollwinkel" unter dem Esszimmerbank. Ähnliches passierte uns auch mit einem Nusskuchen den meine Mama frisch und noch warm auf den Küchentisch plazierte. Als sie ihn später mit Puderzucker bestreuen wollte fand sie ihn mit einem riiiiesigen Loch in der Mitte vor, und Max schmatzend unter dem Esszimmertisch.

Mein kleines Monsterchen hatte ein allmorgendliches Ritual. Es bestand aus dem wecken meiner wunderbaren Person. ;) Das ganze ging folgendermaßen von statten:

Meine Mama nannte den "Weckspruch" woraufhin Max wie von der Tarantel gestochen in mein Zimmer rannte, auf mein Bett hüpfte und nicht eher aufhörte mich anzuschlabbern bis ich aufstand und er sein Leckerlie erhielt. Später schliefen Schatzi und ich ihm einfach zu lange, dies wusste er allerdings mit einem kräftigen Schnauben unter der Tür hindurch zu unterbinden.
Max war ein friedliches Familienmitglied, wenn man von anfänglichen Problemen absieht. Er tat keinem anderen Lebewsen etwas zu leide, noch nicht mal Katzen,.... Er liebte sie sogar ... Nunja, fast alle .... eine Ausnahme war die schwarze Nachbars-Katze, die ihm als kleinen Welpen das nasse Näschen zerkratzte.

Max konnte nicht ohne meine Mama sein. Wie es dazu kam? Mein Papa arbeitete und ich besuchte irgendwann ein Internat, weswegen ich nur an den Wochenenden zu Hause war. Meine Mama war also Dackels ultimative Bezugsperson. Ihr wich er niemals von der Seite! Wie oft fand man die beiden gemeinsam schlafend, spielend, oder dösend an. Als großes Zeichen ihrer Treue legen Hunde ihren Kopf auf das Bein des Herrchens ... dies tat auch Max überwiegend bei meiner Mama. Hatte der Süße hunger so warf er seinen Fressnapf durch die Küche oder starrte meine Mama bei seiner Futterzubereitung mit großen Augen an. Diese Augen vergisst man nicht ....

Maxes großes Hobby war u.a. "Dosenöffner"-ärgern. In diesem Sinne hüpfte er mit Begeisterung in mein Kinderplanschbecken oder buddelte Opas Gemüse/Blumen um. Letzteres hatte zur Folge, dass die ganze Familie Knuffel duch den großen Garten hinterherjagte. Nach 15 Minuten hatte diese Jagd auch Erfolg und das kleine "Erdferkel" musste unter lautem Protest in die Badewanne. Nach solchen Aktionen flüchtete er beleidingt in seinen Schmollwinkel und ließ sich Stunden nicht mehr blicken.




Letzten Herbst verhaspelte sich Max beim Sprung von der Fensterbank ... die Folge war Dackellähmung, von übelster Sorte. Der Kleine konnte einigeTage lang kaum gehen und musste zum Verrichten seines Geschäfts vor die Tür getragen werden. Es war eine schreckliche Zeit und wir rechneten mit dem Schlimmsten. Vor Schmerzen verließ er oft für lange Zeit seinen Unterschlupf unter der Sitzecke nicht ... er ließ sich nur unter Protest oder völlig teilnahmslos von meiner Mutter vor die Tür oder den Fressnapf hocken. Dank dem mühsamen Aufpäppeln und ärztlicher Hilfe brachten wir den Kleinen zurück ins Leben. Wir waren überglücklich diese furchtbare Phase überstanden zu haben ..... Nun sollte Max seine alten Tage(die wie wir hofften noch ein paarJahre betragen sollten) mit Tennisball und Kartoffelschalen bei uns verbringen.
Wer hätte damit gerechnet, dass die Magenkrämpfe am 16.03.05 auf Darmkrebs
zurückzuführen sind? Wir waren fast wöchendlich mit ihm beim Arzt, in erster Linie um sein Futter anzuholen, aber auch um ihn wegen der Bandschreibe im Auge zu behalten.
Ich habe das Bild des von Magenkrämpfen gebeutelten Häufchen Elend noch zu gut vor Augen. Er erbrach ständig. Der Tierarzt rechnete zuerst mit einer Magen-Darm-Grippe ...
Als die Medis nicht anschlugen beschloß der Arzt den hungrigen Knuddel zu röntgen. Durch das ständige Erbrechen war es Max unmöglich seine letzten Tage etwas zu fressen. Dementsprechend starrte er uns verständnislos bei der "Nahrungsaufnahme" an .... diese Augen werde ich niemals vergessen. Beim Röntgen fand der Arzt einen ca. tennsiballgroßen Tumor. Als er uns davon in Kenntnis setzte waren wir alle dementsprechend geschockt. Trotz des Tumors wirkte der Kleine so fruchtbar lebendig ... er spielte mit seinen Tennisbällchen, schmuste und besuchte seinen Onkel, der in der Nachbarschaft lebt. Am nächsten Tag, dem 18.03.05 sollte Max operiert werden. Die Narkose wirkte schnell und ich habe noch genau das Bild vom schlafenden Monsterchen im Auge ...... Als man ihn dann öffnete stellte sich heraus, dass der Tumor bereits Nieren und Darm verändert hatte bzw. mit dem Darm verwachsen war und somit keine geregelte Verdauung mehr möglich war... man konnte meinem Kleinen nicht mehr helfen ..... und damit hatte und wollte keiner rechnen!
Das ist nun über 4 Monate her und es beschäftigt hier noch die ganze Familie ... wie oft fragt man sich, z.B. wegen der offenen Terassentür "Oh ist Max im Garten?" ... worauf dann augenblicklich die Gewissheit kommt, dass dies nicht mehr der Fall sein kann .... wie ein Schlag ins Gesicht .... nach dem mühsamen Aufpäppeln und den wunderbaren, unvergesslichen 14 Jahren ........
 


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